Immobilien in Südafrika kaufen als Non-Resident: Der Leitfaden für deutsche Käufer
Können Deutsche Immobilien in Südafrika kaufen?
Ja. Deutsche Staatsangehörige sowie andere internationale Käufer können grundsätzlich Immobilien in Südafrika erwerben. Dies gilt für Apartments, Häuser, Ferienimmobilien, Anlageobjekte und viele weitere Immobilienarten.
Südafrika zählt zu den offensten Immobilienmärkten weltweit und bietet ausländischen Käufern rechtssichere Eigentumsrechte sowie ein modernes Grundbuchsystem.
Wichtig zu wissen: Der Besitz einer Immobilie in Südafrika führt nicht automatisch zu einem Visum oder einer Aufenthaltsgenehmigung.
Warum investieren Deutsche in Südafrika?
Südafrika erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit bei deutschen Immobilienkäufern.
Besonders gefragt sind:
- Kapstadt und die Atlantikküste
- Die Cape Winelands
- Die Garden Route
- Golf Estates und Security Estates
- Ferienimmobilien mit Vermietungspotenzial
Viele Käufer kombinieren Eigennutzung und Kapitalanlage und nutzen ihre Immobilie nur einen Teil des Jahres selbst.
Wie funktioniert der Immobilienkauf in Südafrika?
Der Kaufprozess unterscheidet sich in einigen Punkten vom Immobilienerwerb in Deutschland.
Anders als in Deutschland erfolgt die Eigentumsübertragung nicht über einen Notar. Stattdessen begleitet ein spezialisierter Anwalt, der sogenannte Conveyancer, die gesamte Transaktion.
Der typische Ablauf umfasst:
- Unterzeichnung des Offer to Purchase (OTP)
- FICA-Prüfung (Identitäts- und Geldwäscheprüfung)
- Einzahlung einer vereinbarten Anzahlung (Deposit)
- Sicherstellung der Finanzierung
- Einholung aller erforderlichen Freigaben
- Registrierung der Eigentumsübertragung im Deeds Office
Erst mit der Registrierung im Deeds Office wird der Käufer rechtlich Eigentümer der Immobilie.
Welche Kaufnebenkosten fallen in Südafrika an?
Zusätzlich zum Kaufpreis sollten Käufer verschiedene Erwerbsnebenkosten berücksichtigen.
Hierzu gehören insbesondere:
- Transfer Duty (Grunderwerbsteuer)
- Conveyancing Fees (Anwaltskosten für die Eigentumsübertragung)
- Deeds Office Fees (Grundbuchgebühren)
- Finanzierungskosten bei Fremdfinanzierung
Eine Besonderheit in Südafrika ist, dass in der Regel entweder Transfer Duty oder VAT (Mehrwertsteuer) anfällt, jedoch nicht beides gleichzeitig.
Können Nichtansässige eine Finanzierung erhalten?
Ja.
Viele südafrikanische Banken finanzieren Immobilienkäufe von Nichtansässigen, abhängig von Bonität, Einkommen und Eigenkapital.
Darüber hinaus nutzen zahlreiche deutsche Käufer bestehende Immobilien oder andere Vermögenswerte in Deutschland als Sicherheit für eine Finanzierung über ihre Hausbank.
Welche Lösung sinnvoller ist, hängt von der individuellen Situation des Käufers ab.
Welche Steuern müssen Nichtansässige beachten?
Für internationale Eigentümer sind insbesondere folgende Themen relevant:
- Income Tax auf Mieteinnahmen
- Capital Gains Tax (CGT) beim Verkauf
- Withholding Tax für Nichtansässige
- Estate Duty (südafrikanische Erbschaftssteuer)
Die steuerliche Behandlung hängt stets von der individuellen Situation des Eigentümers ab und sollte mit qualifizierten Steuerberatern geprüft werden.
Können Verkaufserlöse nach Deutschland zurückgeführt werden?
Ja.
Nichtansässige dürfen ihr investiertes Kapital sowie erzielte Gewinne grundsätzlich wieder ins Ausland transferieren.
Voraussetzung ist eine ordnungsgemäße Dokumentation der ursprünglichen Geldtransfers und der Eigentumsverhältnisse.
Besonders wichtig sind dabei sogenannte Deal Receipts, also Bankbestätigungen über den Eingang ausländischer Gelder in Südafrika.
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- Kaufprozess und Eigentumsübertragung
- Finanzierungsmöglichkeiten
- Kaufnebenkosten
- Capital Gains Tax (CGT)
- Withholding Tax
- Eigentumsformen und Estates
- Kapitalrückführung nach Deutschland
- Nachlassplanung und Estate Duty
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